Mobilität

  • Die Schieneninfrastruktur – sowohl in den urbanen Ballungsräumen als auch im ländlichen Raum – muss als Rückgrat der Mobilität weiter ausgebaut werden. Dafür ist es nötig, dass die angestoßenen Investitionen fortgeführt und das Netz des Schienengüterverkehrs ausgebaut werden. Zur Verbesserung der Situation in der Metropolregion ist eine Schienen-Ringverbindung um Frankfurt notwendig, die das Nadelöhr S-Bahn-Tunnel entlastet. Neben die Regionaltangente West soll deshalb eine Tangente im Osten des Rhein-Main-Gebiets treten. Um die Zeit bis zur Realisierung der Schienenprojekte zu überbrücken, sollen tangentiale Busverbindungen als Überbrückungsangebot verstärkt werden.

  • Damit Bus und Bahn in Stadt und Land eine Alternative zum eigenen PKW werden, brauchen wir einen Fahrplan rund um die Uhr sowie vernetzte Mobilität, die uns zwischen eigenem PKW und Fahrrad, Leihangeboten und öffentlichem Personenverkehr bequem wechseln lässt.

  • In der nächsten Legislaturperiode soll Hessen zum Fahrradland werden. Radfahren erbringt gleichzeitig gesundheitlichen Mehrwert und schützt das Klima. Die radtouristischen Angebote sind sehr attraktiv, bei der Alltagsmobilität mit dem Rad besteht weiterer Handlungsbedarf. Deshalb wollen wir, dass künftig zehn Prozent des Landesstraßenbauetats für den Radwegebau bereitstehen. Radwege an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sollen weiter ausgebaut werden. Die Vielfalt der Themen rund um die Stärkung des Verkehrsmittels Fahrrad verlangt eine ressortübergreifende Steuerung und Bündelung durch einen Radverkehrsbeauftragten auf Landesebene, der z.B. einen landesweiten Radwegeplan erstellt oder eine Meldeplattform für bestehende Mängel an landeseigenen Radwegen oder Radfernwegen betreibt.

  • Durch die geschaffenen Flatrate-Tickets wie das Schülerticket, das Semesterticket oder das Jobticket wurde die Nutzung von Bus und Bahn deutlich attraktiver. Flatrate-Tickets sind attraktive Alternativen zum individuellen Fahrzeug mit all seinen Haltungskosten. Deshalb wollen wir weitere Flatrate-Tickets prüfen. Hier bietet sich insbesondere die Gruppe der Senior*innen an, die auf gute Mobilität angewiesen ist und deshalb am relativ Stärksten den Pkw nutzt.