Bad Vilbeler Innenstadt braucht Initiativen und Innovationen


Jan-Gerrit Viehl von aspect interior design, Frankfurter Straße 55 mit Clemens Breest

Clemens Breest sucht Gewerbetreibende in der Frankfurter Straße auf


Monika Delazer von Delazer – World of Sports, Frankfurter Straße 70

Über mehrere Tage hat Clemens Breest, Bürgermeisterkandidat der Grünen, verschiedene Gewerbetreibende der unteren Frankfurter Straße besucht und nach deren Anliegen gefragt. Auch wenn noch weitere Besuche ausstehen, resümiert Clemens Breest: „Die Situation der Gewerbetreibenden in der zentralen Einkaufsstraße unserer Stadt ist zwiespältig. Positiv ist auf alle Fälle, dass viele mit Herzblut engagiert sind, um unsere Innenstadt zu beleben. Jedoch war auch zu hören, dass Bad Vilbel unter seinen Möglichkeiten bleibt. Deshalb wäre es mein Ehrgeiz als Bürgermeister, das Potential unserer Innenstadt gänzlich zu entfalten.“


Verkehr und Baustellen bereiten Sorgen

In fast allen Betrieben wurde der Verkehr in der Frankfurter Straße angesprochen. Besonders kritisch sind Baustellen in der Stadt, da sie bei vielen mit einem Rückgang der Kundenzahlen einhergehen. Die Stauentwicklung in der Stadt führt vermehrt dazu, dass auswärtige Stammgäste ihre Reservierungen stornieren. Und auch wurde der Wunsch nach einer echten Verkehrsberuhigung für die Frankfurter Straße angesprochen. Clemens Breest äußert dazu: „Als Grüne hatten wir sowohl eine echte Verkehrsberuhigung als auch die Sperrung der unteren Frankfurter Straße an ausgewählten Sonntagen beantragt. Durch die Gespräche sehe ich mich in dem Ziel bestätigt, die untere Frankfurter Straße für bestimmte Zeiten für den Durchgangsverkehr zu sperren und den Passant:innen und der Gastronomie zu überlassen. Für die Umsetzung braucht es aber Gespräche mit allen Betroffenen.“

Gian Pöschko in seinem Café Apfelkern & Kolibri, Frankfurter Straße 6

Positive Entwicklung am Marktplatz

Jochen Lukarsch von der Metzgerei & Partyservice Lukarsch GmbH, Marktplatz 4 in seinem neuen Geschäft

Über die letzten 10 Jahre hat sich der Bereich um den Marktplatz besonders positiv entwickelt. Jochen Lukarsch erinnert sich noch daran, wie er vor der Eröffnung seiner Metzgerei am Marktplatz 4 Zweifel überkam, ob das die richtige Entscheidung war. Doch sein Geschäft hat sich so gut entwickelt, dass er am 25. November sein ausgebautes Ladengeschäft mit regionalen Lebensmitteln direkt nebenan eröffnet. Dazu haben sich in nächster Nachbarschaft unterschiedliche gastronomische Betriebe angesiedelt: die Genusserie und das Genüsschen von Tim Wegge, das Fischrestaurant Pescador Memo sowie Apfelkern & Kolibri von Gian Pöschko. Zusammen bieten sie inzwischen ganzjährig besondere Programme an, um die „Altstadt“ zu beleben. „An dieser Stelle ist sehr schön zu erkennen, wie die Gewerbetreibenden gemeinsam von einem Ende der Frankfurter bis zum anderen geniale Ideen entwickeln und unkompliziert umsetzen. Diese Initiativen der Gewerbetreibenden sollen vermehrt gefördert werden, als allzu sehr auf die städtische Organisation zu setzen“, erläutert Clemens Breest seine Vorstellung.

Entwicklungen nicht verschlafen

Es gibt aber auch für die Stadt Handlungsbedarf nach Ansicht von Clemens Breest. Einzelhändler und Gastronomen, die Filialen in anderen Städten betreiben berichteten wie unterstützend sie deren Verwaltungen und Dienstleistungen wie z.B. eine tägliche Öffnung deren Wertstoffhöfe wahrgenommen haben. Hinzu kommt, dass die Nachbarstädte mitunter eine gezielte Ansiedlungspolitik betreiben. Die Stadt Hanau hat z.B. eine Agentur beauftragt, die hiesige Gewerbetreibende angesprochen und für Hanau geworben hat. „Wir dürfen es nicht dazu kommen lassen, dass wir als Stadt Entwicklungen verschlafen. Bad Vilbel hat dank seiner Gewerbetreibender große Entwicklungsmöglichkeiten. Wir brauchen in der nächsten Zeit deren Ideen und von Seiten der Stadt die notwendige Unterstützung und viele Innovationen, um ein einzigartiges Innenstadterlebnis mit Ausstrahlung in die Region zu entwickeln“, erklärt Clemens Breest.

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