Warnstreik am Frauentag

Bad Vilbeler Erzieher:innen nehmen Rücksicht auf Familien

Am Internationalen Frauentag riefen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes unter den Mottos: „Wir sind die Profis“ (GEW) und „mehr braucht mehr“ (ver.di) zum ersten Warnstreik in der Aufwertungsrunde des Sozial- und Erziehungsdienstes, ein Teilbereich des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst, auf.


In Bad Vilbel blieben aufgrund des Streiks nur zweieinhalb Kitas geschlossen. Die übrigen Erzieher:innen in der Stadt haben sich aus Rücksicht auf die Belastungen der Eltern und Kinder in den zurückliegenden Corona-Wochen gegen ihr Streikrecht entschieden. Diese Haltung ist bezeichnend, doch wird sie Ihnen von Seiten der Arbeitgeber gedankt?


Die Angestellten im Tarifwerk des Sozial- und Erziehungsdienstes sind mehrheitlich Frauen. Insofern war der heutige Frauentag als Protesttag sehr angemessen. Die Ausübung der so genannten Sorgearbeit findet überwiegend zu schlechten Arbeitsbedingungen und mangelnder finanzieller Anerkennung statt. Die Folge sind ein weit verbreiteter Fachkräftemangel, der wiederum die Arbeitsbedingungen verschärft. Doch wenn wir zuverlässigere Kindertagesstätten und mehr Angebote der Ganztagsbetreuung möchten, braucht es bessere Bezahlungen und Bedingungen für diese Berufe. Die Angestellten in Kitas und Schulen haben unsere Unterstützung für mehr Anerkennung und Bezahlung verdient!


Berichte zur Verdi-Kampagne #mehrbrauchtmehr

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