Soziales und Gesundheit

  • Der Mensch und weniger die Einzelinteressen unterschiedlichster Akteure am Gesundheitsmarkt –
    muss wieder im Mittelpunkt stehen. Besonders im ländlichen Raum ist die Versorgung mit Haus-
    und Fachärzten
    ein zunehmendes Problem. Außerdem bedarf es Maßnahmen, um dem Mangel an
    Pflegefachkräften in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und in der ambulanten Versorgung entgegenzuwirken.

  • Das von uns entwickelte Programm „Gemeindeschwester 2.0“ fördert die Versorgung und Unterstützung von Patient*innen durch speziell weitergebildete medizinische Fachangestellte. Der Anfang ist gemacht. Jetzt gilt es, daran anzuknüpfen und Gesundheitsprävention im Alltag zu verankern.

  • Die Pflege kranker und pflegebedürftiger Menschen ist aufgrund des bereits deutlichen Mangels an Fachkräften eine der größten Herausforderungen im Gesundheitswesen. Wir wollen mit Sofortprogrammen Kurse fördern, die aus dem Beruf ausgeschiedenen Fachkräften die Rückkehr
    ermöglichen, die Aufstockung von Teilzeit erleichtern, Familienfreundlichkeit und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern, Heimen oder im ambulanten Dienst unterstützen. Wir wollen die Attraktivität der Pflegeberufe steigern, indem wir ein modernes System der Aus-, Fort- und Weiterbildung bis zur akademischen Ausbildung aufbauen, zum Beispiel für das Management komplexer Krankheiten im Krankenhaus, die Gemeindepflege, Führungskräfte in der Pflege, Pflegepädagogen für alle Gesundheitsberufe oder Schulgesundheitsfachkräfte. Wir werden den Aufbau einer Pflegekammer in Hessen nach dem Vorbild von Rheinland-Pfalz aktiv unterstützen.

  • Wir wollen dem Hebammenmangel in Hessen wirksam entgegentreten und dazu beitragen, dass jeder Familie während Schwangerschaft und Geburt sowie nach der Geburt ein Angebot der Hebammenhilfe zur Verfügung steht, wie es auch das Sozialgesetzbuch verlangt.

  • Armut erschwert soziale Teilhabe, ihre Bekämpfung ist deshalb ein zentrales Handlungsfeld unserer Sozialpolitik. Unserer Sozialpolitik geht es darum, zu allererst den Schwächsten zur Seite zu stehen und Armut und sozialen Abstieg zu vermeiden. Um die Teilhabemöglichkeiten auch von Menschen mit geringerem Einkommen zu verbessern, wollen wir den Hessen-Pass einführen und so vergünstigte Eintritte in Freizeit-, Kultur- Bildungs- und Sporteinrichtungen nach dem Modell einiger Städte (z.B. Frankfurt-Pass) anbieten.

  • Ausgrenzung und Diskriminierung haben in Hessen keinen Platz und werden von uns weiterhin konsequent bekämpft. Die Arbeit der durch uns geschaffenen Antidiskriminierungsstelle des Landes im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration wird weiter ausgebaut, um dem wachsenden Bedarf gerecht werden zu können.

  • Wir wollen die Einrichtung eines zentralen „Kompetenzzentrums Barrierefreiheit“, das Kommunen, Vereine, Verbände und Behörden bei ihrer Umsetzung der Barrierfreiheit unterstützt.

  • Ehrenamtliche Tätigkeiten behinderter Menschen wollen wir unterstützen, indem das Land die Kosten für Assistenz, technische Hilfsmittel oder Gebärdensprachdolmetscher*innen bezuschusst.

  • Wir stellen uns der Gewalt und Unterdrückung von Frauen entschieden entgegen. Im Rahmen des Sozialbudgets haben wir dafür gesorgt, dass Frauenhäuser finanziell abgesichert werden und dass es für von Gewalt bedrohte Frauen erstmals flächendeckend in ganz Hessen Interventions- und Beratungsstellen geben wird. Wir treten für die weitere Förderung, den Erhalt, die bauliche Erneuerung und den Ausbau von Frauenhäusern sowie für ein enges Beratungsnetz für Frauen ein, die von Gewalt betroffen sind.

  • Wir setzen uns gegen Menschenhandel und für mehr Schutz vor Armuts- und Zwangsprostitution ein.